Dr. med. Peter Weih - Praxis für Orthopädie (0208) 33076/77
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METAMERDIAGNOSTIK UND ATLASTHERAPIE NACH ARLEN

Definition

Metamer im Sinne Arlens bezeichnet die Summe der Strukturen verschiedener Organsysteme, die einem Wirbelsegment und deren Rückenmarksnerven zugeordnet sind. Dies sind Haut, Unterhaut, Muskeln, Faszien (Muskelhüllen), innere Organe, Blutgefäße sowie Knochen und Gelenke und vor allem auch Teile des vegetativen Nervensystems.
Die Erkrankung oder funktionelle Störung eines Metamerteils führt immer zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Reaktion auch der anderen zugehörigen Strukturen.
Als Beispiele seien angeführt: Mißempfindungen (Par-/Hyparaesthesien) der Haut (Head`sche Zonen); Verquellung der Unterhaut (Kibler`sche Hautfalten); Verspannungen der Muskeln mit fortgeleitetem Schmerz (referred pain); Faszienverziehungen (Strain); funktionelle Organbeschwerden (Reizkolon, Herzbeschwerden, Unterleibsbeschwerden, Kloßgefühl, Schluckbeschwerden, u.v.a.m.); funktionelle Gefäßprobleme (kalte Füße, Stauungen), Knochenschmerzen, Gelenkblockierungen, insbesondere der Wirbelgelenke; vegetative Begleitreaktionen wie Schwitzen, Kreislaufschwankungen, Übelkeit u.v.a.m.
Die Reaktionen erfolgen in Wechselwirkung, so dass in jeder Struktur die  Ursache oder auch nur die Reaktionssymptomatik liegen kann.

Die Untersuchung erfolgt zunächst über Haut, Unterhaut und Muskulatur. Bei Auffälligkeiten werden Wirbelgelenke segmental bzw. die Extremitätengelenke untersucht, ggf. auch die inneren Organe.
Die metamere Untersuchung dient der Auffindung segmentaler Komplexstörungen und der Überprüfung der Effektivität der Atlas-Therapie. Sie ist also unabdingbarer Bestandteil der Atlas-Therapie und entscheidet über Häufigkeit und Intensität der Impulse.

Technik/Wirkungsweise

Die Atlastherapie ist eine mit dem Mittelfinger durchgeführte Behandlung des Nackenrezeptorenfeldes durch Impulse(e) auf den Querfortsatz des obersten Halswirbels(=Atlas) oder auch gegen den Dornfortsatz des zweiten Halswirbels(=Axis). Sie bewirkt eine Unterbrechung des Reaktionskreises im Metamer, eine Normalisierung der Muskeleigenspannung (Tonus) und einen Ausgleich vegetativer Fehlregulationen. Umfang und Dauer der Behandlungswirkung der Atlastherapie sind abhängig von Art und Umfang der primären Strukturschädigungen. Bei strukturellen Organerkrankungen wird sich die metamere Reaktion immer wieder aufbauen, so dass das Wiederauftreten der gleichen Symptomatik nach wiederholter Atlas-Therapie als Frühzeichen einer Organerkrankung gewertet und weitere Diagnostik veranlasst werden kann.

Auswirkungen

Die Atlastherapie ist keine chirotherapeutische Lösung einer segmentalen oder peripher artikulären Gelenkstörung (Blockierung i.S. einer EBM Ziffer 30200 oder 30201). Sie kann jedoch reflektorisch über die Unterbrechung des metameren Reaktionskreises zur spontanen Lösung von Blockierungen führen. Ansatzpunkt der Atlas-Therapie ist demnach also immer der Atlas (gelegentlich Axis) und nicht das blockierte Gelenk wie in der Chirotherapie.

Bei der Ausbildung zur Atlas-Therapie werden nur approbierte Ärzte mit Zusatzbezeichnung "Chirotherapie" zugelassen. Die Atlastherapie ist somit eine rein ärztliche, keine apparative und keine delegierbare oder verordnungsfähige Therapie (kein Heilmittel).

 

Indikationen bei Erwachsenen

  • Akute und chronische Schmerzsyndrome
  • Kopfschmerz
  • Migraine cervicale
  • Schmerzen des Bewegungssystemes insbesondere dort, wo Chirotherapie im Segment kontraindiziert ist (Arthritis, Osteoporose, Metastasen, Trauma).
  • Folgen der HWS-Distorsion (Beschleunigungsverletzung=Schleudertrauma)
  • Kiefergelenkdysfunktionen
  • Tinnitus / Ohrensymptome
  • Kloßgefühl und Schluckbeschwerden
  • funktionelle Hör- und sonstige Organbeschwerden
  • Cranio-Mandibuläre Dysfunktion (CMD)

Veringerung der Symtome bei

  • Multiple Sklerose (MS)
  • Muskeldystrophie
  • spastische Paresen

Indikationen bei Kindern und Säuglingen

  • Geburtstrauma
  • Lagenanomalie/Skoliose
  • gestörtes Reflexverhalten
  • Schädelasymetrie, kopfgelenkinduzierte Symmetriestörung (sog. KISS-Syndrom)
  • motorische Entwicklungsverzögerung
  • sensomotorische Dyskybernesen, Verhaltensstörungen

Kosten, wirtschaftliche Aspekte

Die erfolgreiche Atlastherapie bei Erwachsenen kann vor allem Schmerzmittel und andere Medikamente sowie Heilmittel einsparen. Krankheitsverläufe und Arbeitsunfähigkeitszeiten werden verkürzt.
Die Behandlungsdauer mit Atlastherapie ist abhängig von der Erkrankung. Bei akuten Beschwerden ist in der Regel eine Serie von 4 bis 6 Behandlungen ausreichend.
Bei chronischen Erkrankungen wird in der Regel nach einer Serie von 6 Behandlungen die Effektivität überprüft. Die Behandlung kann dann in größeren Abständen (3 bis 6 Wochen) über einen längeren Zeitraum wiederholt werden.

Als zertifizierter Atlastherapeut ist es mir möglich, mittels einer Impulstechnik (ohne einrenken) verschiedene Schmerzsyndrome effektiv und gezielt zu behandeln.

Der 1. Halswirbel (Atlas) trägt den Kopf.
Nach Röntgenanalyse der Stellung des Atlas erfolgt ein ultraschneller, schmerzfreier Impuls mit dem Mittelfinger an den Querfortsatz des Atlas.
Bei diesem Impuls kommt es zu einer Unterbrechung des Reaktionskreises, zu einer Normalisierung der Muskeleigenspannung (Tonus) und zu einem Ausgleich von vegetativen Fehlreaktionen.
Die Wirkung der Atlastherapie wird vor und nachher mit dem Kibler-Hautfaltentest überprüft.

Nutzen auch Sie die effektive Atlastherapie nach ARLEN!

Im Sinne: Kleiner Impuls – große Wirkung!

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